Was haben wir uns auf diese Rallye gefreut. Traumhaftes Wetter und viele Zuschauer. Am letzten Samstag rief der MSC Kempenich zur 27. Auflage der „ADAC Rallye rund um Kempenich“. Mit dabei unsere drei Teams Heinz-Dieter und Ute Peters, sowie Sandra Peters und Natascha Schmitz und auch wieder Malte Rückert mit seiner Gulia. Doch Vorfreude kann schnell zerplatzen.

 

Schon während der Anreise erwischte es Malte auf der Autobahn, dessen Alfa-Motor sich in seine Einzelteile zerlegte. Frustriert ging es per ADAC wieder nach Hause. Da waren es nur noch zwei… In Kempenich angekommen erhoffte man sich viel. Die Wertungsprüfungen sehr anspruchsvoll und schön zu fahren. Doch schon während der Aufschriebrunde riss an Dieters Kadetts das Kupplungsseil und man stand kurz vor einem Ausfall. Doch zum Glück fand man bei den Jungs von Scheid-Motorsport schnell Hilfe, die den Opel wieder flott bekamen. Mit schwierigen Schaltvorgängen konnte die Rallye, leider ohne Aufschrieb, in Angriff genommen werden. Für Sandra und Natascha sollte der Rundkurs zur Härteprüfung werden. „Die erste Runde war der Knaller, wir waren wirklich schnell – zumindest Berg runter. Zwar hatten wir zwar einige Aussetzer, was mir schon zu denken gab, aber wenn die Drehzahl stimmt ging die Post ab. Super Haftung auf dem Asphalt. In der zweiten Runde wollten wir es wissen – geht die Kurve noch was schneller?! Die Antwort – Nein! Ich merkte nur wie die bremsen blockierten und wir auf den Graben zufuhren. Ich dachte – nein nur nicht gegen das doofe Gewerbeschild! – und versuchte das Auto in die Kurve zu zwingen. Leider endete dies mit einer netten Pirouette. Aus irgendeinem Grund ging es dann Rückwärts weiter, eigentlich wollte ich vorwärts. Dank der Zuschauer konnten wir mit reichlich Zeitverlust weiter fahren und fuhren noch eine Runde, diesmal etwas verhaltener. Doch schon während der Weiterfahrt bemerkte ich leichte Aussetzer des Motors und musste prompt an die Taunus denken – nicht schon wieder. Doch ich sollte Recht behalten. 5 Meter vor dem Ziel stellte der Motor seinen Dienst ein. Nach mehreren Versuchen den Opel zu starten gab ich es auf.“ so Sandra entrüstet während des Aufladens.

Für Dieter und Ute lief es etwas besser. Trotz diverser Aussetzer hatte der Kadett auch mal gute Phasen und man konnte Gas geben. Am Ende des Tages belegte das Ehepaar noch stolz den 3. Platz in der Klasse bis 1300ccm. Nun hat auch Ute ihre Punkte für die A-Lizenz zusammen und kann mit ihrem Mann in 4 Wochen an der Rallye Vogelsberg teilnehmen.

Missverständnisse und andere Kleinigkeiten (von Sandra Peters)
„Als wir dort im Ausgang der WP standen ging nichts mehr. Ich wusste nun nicht wie wir uns verhalten sollten. Da wir das letzte Fahrzeug waren dachte ich, wir hätten die Gelegenheit unser Auto weg zu schleppen, also schickte ich meine Beifahrerin zur ZK, damit sie nachfragt was nun Sache ist. Als sie nach 5 Minuten wieder kam hieß es nur „Die haben mir die Bordkarte abgenommen und wir sollten das Auto abschließen und solange warten bis die Rallye vorbei ist“ als ich nach dem Grund fragte sagte sie mir „Die haben gesagt die „Nuller“ sind schon gestartet wir dürften nicht mehr durch die Lichtschranke fahren!“ Etwas verwirrt und unwissend schloss ich mein Auto ab und stapfte frustriert weg während die „Nuller“ volle Kanne an uns vorbei nagelten! Ich frage mich warum haben die uns nicht rausgeschleppt, wir und ein weiteres Fahrzeug standen sehr unsicher hinter einer 90° Kurve. Aber abgesehen davon bin ich etwas enttäuscht von der Belehrung der ZK. Ich hatte mir bisher nie Gedanken über die Lichtschranken-Technik gemacht und habe gedacht „Wenn die ZK Leute das so sagen wird das schon stimmen!“ Nachher sagte man mir die Zeitnahme hätte uns niemals die Bordkarte abnehmen dürfen und dass das Schlussfahrzeug 15 Minuten auf uns bei der nächsten WP hätte warten müsste, da wir trotz Standzeit noch massig Zeit hatten um zur nächsten WP zukommen, auch denn der zweite Durchlauf schon angefangen hatte. Nun der Witz an der Sache, der Kadett sprang nach 10 Minuten ja wieder an, doch ohne Bordkarte und mit der Anweisung „Wir dürften nicht mehr durch die Lichtschranke fahren, da der zweite Durchlauf schon läuft“ ließ ich das Auto stehen. Aber wie sagt man so schön „Aus Fehlern lernt man“. Aber was sollt, enttäuscht bin ich schon von der Zeitnahme, aber ich hätte mich andererseits auch besser informieren können, einfach „dumm gelaufen“ das Ganze!

Der nächste Lauf wird die „ADAC Rallye Vogelsberg“ am 15.-16. April in Schlitz sein. Ein Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft. In welcher Besetzung man an den Start gehen wird steht noch nicht 100%ig fest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.