Rallye BuBi 2007

Am letzten Wochenende ging es für unsere Mädels ab in den Norden zur Doppelrallye der RG BuBi, dem 3. und 4. Lauf zur ADAC Youngtimer RallyeTROPHY. Für die beiden nach einer langen Pause wieder der erste Rallyeeinsatz und vor allem erst der dritte gemeinsame auf dem neuen Fahrzeug. Wie zu erwarten mussten Sandra und Natascha sich erstmal wieder an den Kadett D gewöhnen. Trotz anfänglich miesem Wetter und einer sehr anspruchsvollen Streckenführung auf dem niedersächsischen Kasernengelände schlugen die beiden sich tapfer und wurden gegen Ende der 12 Wertungsprüfungen immer sicherer. Eine Begegnung mit einer im Wald ansässigen Laterne, sowie ein Dreher und die falsche Reifenwahl machten in der Klasse Y31nur zwei 4. Plätze zu.

 

„Als wir am Freitag in Liebenau ankamen wurden wir schon von unseren Clubmitgliedern des BTC Hans-Willi und Karin Baumgarten empfangen. Fix die Zelte aufgeschlagen ging es prompt zur Papier- und Technischen Abnahme. Da die Youngtimerorganisation dieses Mal nicht vertreten war, musste sich der Veranstalter mit dem Youngtimerfeld rumschlagen. Was er sehr gut gemacht hat. Nach dem Erhalt der Fahrtunterlagen ging es Richtung Kasernengelände zur ersten von zwei Aufschriebrunden. Die Wertungsprüfungen waren wie nicht anders zu erwarten sehr anspruchsvoll und hart. Enge Wege, viele Kurven, Mauern, um Bunker und durch Röhren. Nach und nach trudelten dann auch die anderen Clubmitglieder des BTC-Ratingen ein. Am Samstagmorgen lockerte der Himmel etwas auf und ich entschied mich auf die Yokohamas zu wechseln und die zweite Aufschriebrunde zu absolvieren. Die Strecke war zwar sehr rutschig aber die schnellen Passagen waren weitgehend trocken bis feucht, also ideales Yokohama Wetter. Optimistisch sah jeder den 12 WPs entgegen bis ca. eine Stunde vor dem Start massiver Regen einsetzte der die Strecke komplett unter Wasser setzte und somit ein Massenreifenwechseln auslöste, dem auch wir folgten. Also ging es für unseren Kadett mit Regenreifen in die erste WP. Natascha und ich hatten ein recht mulmiges Gefühl und fragten uns wie die Strecke wohl aussehen würde. Entgegen unserer Erwartungen war die Strecke weitergehend fahrbar. Für uns hieß es erstmal wieder mit Fahrzeug vertraut machen, das Fahrverhalten zu studieren. Nach den ersten drei Wertungsprüfungen hatten wir ein gutes Bild vom Streckenzustand und konnten nun mit dem Austesten der Grenze beginnen. Dann geschah womit keiner gerechnet hatte… der Himmel lockerte etwas auf und der Regen hörte auf. Schnell trocknete die Strecke wieder ab, zumindest die freien Stellen (schnellen Passagen). Das die schlammigen Waldstücke um die Bunker rutschig bleiben würde war uns klar. Mit dem Tipp im Ohr „Gebt mal Gas!“ ging es in die zweite Runde. Und das taten wir… von WP zu WP wurden wie schneller und verbesserten und pro WP um mehrere Sekunden. Bis WP 4 lagen wir sicher auf Platz 3 unserer Klasse bis eine Laterne meinte plötzlich auf die WP springen zu müssen. Mal ehrlich… warum steht die auch mitten im Wald rum?! Nun ja zum Glück außen dran vorbei durch den Wald abgekürzt (siehe Video WP 5) ging es weiter in WP 6 wo wir leider an einer Kuppe in einer Kurvenkombination (Sammelpunkt) über einen Bordstein räuberten und das Fahrzeug ausbrach und somit sich um die eigene Achse drehte. Den Kadett wieder in Fahrrichtung gebracht konnten wir die verlorene Zeit nicht mehr gutmachen und rutschten auf den 4. platz zurück. Zu Beginn der zweiten Rallye – der Rallye Buten un Binnen – zwar es zwar trocken aber am Himmel türmten sich erneut dunkle Wolken auf. Wir entschieden uns, wie einige andere auch die Regenreifen drauf zu lassen. Leider mussten wir schnell feststellen, dass dies ein Fehler war. Während die meisten nun auf Straßenreifen oder sogar Trockenreifen unterwegs waren mussten wir mit der Haftungsgrenze unserer Regenreifen kämpfen, denn es wurde immer trockener. Schnell mussten wir einsehen, dass wir auf Grund der Reifen keine Chance gegen die Konkurrenz hatten, obwohl wir von Runde zu Runde immer schneller unterwegs waren und hier und da an die Grenzen kamen. Es war einfach nicht mehr drin. Wenn man den Dreh einmal raus hat wie das Fahrzeug auf Matsch und Wasser reagiert macht es mega Spaß. Man lässt das gas einfach stehen und driftet um die Kurven. Ich denke mal wenn wir jetzt anfangen mehr zu fahren kommt die Routine mit der Zeit und wir werden und stetig verbessern. Auch der Mut kommt langsam. Ich muss zugeben die Angst gegen so einen Bunker zu knallen hat den Gasfuß doch sehr gebremst. Aber nach einer Weile hatten wir den Dreh raus. Ich denke mal noch ein paar Runden auf Trockenreifen und es hätte anders geendet. Aber die Rallye hat mal wieder einen riesen Spaß gemacht. Ich hoffe die BuBi wird auch 2008 wieder im Kalender aufgenommen! Nun heißt es vorbereiten für die Eifel-Rallye in nicht ganz zwei Wochen… unserer ersten A Rallye!“ von Sandra Peters

Ergebnis
Platz 1 – Klasse Y31 – Malte Rückert / Frederic Liesenhoff (Düsseldorf)
Platz 2 – Klasse Y31 – Carsten Meurer / Christian Laun (Düsseldorf)
Platz 3 – Klasse Y31 – Ingo Voss / Stefanie Boch (Haan)
Platz 4 – Klasse Y31 – Sandra Peters / Natascha Schmitz (Düsseldorf)

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