Rallye Oberehe 2007

Nach 2 Jahren Pause waren wir wieder bei der ADAC Rallye Oberehe (36. Auflage) – nur dass diesmal das Rallyegeschehen im benachbarten Hillesheim stattfand. Der MSC konnte mit einem ernormen Starterfeld von über 160 Teams glänzen, darunter mehrere WRC Fahrzeuge, die eine Woche später bei der Deutschland-Rallye an den Start gehen sollten.

 

Pünktlich zum Rallyestart setzte sich die Sonne gegen den trüben Nebel durch. Die drei Wertungsprüfungen, die jeweils zwei Mal gefahren werden mussten, waren teilweise schon einmal in ähnlicher Weise im Programm. Eine Prüfung kannten unsere Teams sogar noch aus den Jahren 2002 und 2004, wo sie einmal in dieser Variante und ein Mal in umgekehrter Richtung gefahren wurden.

In der Klasse Y31 unterwegs waren wieder Sandra und Natascha auf dem D Kadett, die auch dieses Mal versuchten sie sich an die Zeiten des Klassenführenden anzunähern. Erstmals nach einer längeren Pause wieder mit am Start waren Heinz-Dieter und Ute Peters auf ihrem neu aufgebauten 1300er Opel Corsa, der schon einige Orientierungsfahrt-Einsätze hinter sich hatte. Für Ute und Dieter endete die Rallye jedoch schon bevor sie richtig begonnen hatte. Jedes Team hatte seine eigene Startzeit zur Einführungsrunde, wo die Strecke bereits abgesperrt war. Für die WRC Fahrzeuge diente dies zugleich als Art Shakedown. Für uns bedeutete dies leider eher lange Wartezeiten… Gegen halb eins durften dann auch unsere Teams in die Einführungsrunde. Dann der Schock… am Start der WP2 sprang der Corsa einfach nicht mehr an. Nach Ablauf der 15 Minuten Karenzzeit musste die Bordkarte dem Schlussfahrzeug übergeben werden, da die ersten WRC Fahrzeuge in ihre erste gezeitete Runde mussten. Also nun nur noch mit einem Team am Start war das Ziel der Mädels klar: die Führung in der Damenwertung. Diesmal gab es sogar mächtig Konkurrenz auf schwedischen Volvos…

Doch auch für die Mädels sollte der Tag anders laufen als geplant. Schon im Vorstart zur ersten Wertungsprüfung das erste kleine Problem. Im Rundkurs hatte ein Fahrzeug an einer haarigen Stelle die Leitplanke durchbrochen wo ein Fotograf stand (Diesem ist jedoch nichts Ernstes passiert). Da die Stelle wohl anziehen gewesen sein musste, sind gerüchteweise mehrere Fahrzeuge diesem Beispiel gefolgt. Als Sandra und Natascha nun am Start ankamen warteten noch rund 40 Teams auf die Freigabe der Wertungsprüfung. Also Fahrzeug im Schatten parken… Füße hoch und die Zeit irgendwie totschlagen. Irgendwann als man dann endlich auf die Strecke durfte, stellte sich schnell heraus das die neu eingebauten Bremsbeläge nicht lang genug „eingefahren“ worden waren und boten somit keinerlei Bremswirkung. Mit dem Fuß permanent auf der Bremse und ohne Vertrauen in deren Funktion wurden die ersten drei Prüfungen absolviert. Am Ende jeder WP stieg enormer Qualm aus den Vorderrädern, dass so mancher schon mit dem Feuerlöcher in der Hand ankam. Viel schlimmer jedoch war eine Ecke in der zu letzt gefahrenen Prüfung, bei welcher der Kadett frontal auf eine Asphaltkante schlug, die weder bei der Einführungsrunde noch im Wertungslauf richtig zu sehen war. Neben einer zerbeulten Frontschürtze und einem gerissenen sowie verbogenen Kotflügel, war die Tatsache schlimmer, dass die Kante den Unterbodenschutz nach hinten geschoben hatte und nun erstmal geprüft werden muss in wie weit die Karosse etwas abbekommen hat. Beim Wechseln der Reifen nach der Rallye entdeckte man auch noch zwei große Dellen in beiden Vorderfelgen sowie an nur einer Seite abgefahrene Reifen (Spur/Achse krumm???). Nach der Pause dasselbe Spielchen nur, dass diesmal fast 50 Fahrzeuge auf die Freigabe des Rundkurses warteten, also wieder in den Schatten begeben und gewartet… Die letzten drei Prüfungen liefen dann etwas besser… die Bremse hatte sich endlich freigefahren und packte nun besser. Das passte jedoch nun nicht mehr zum Fahrstiel und man musste sich erneut umstellen. Endlich im Ziel angekommen gab es auf dem Marktplatz eine schöne Flasche Pils und einen herzlichen Empfang der Clubkameraden… am Ende sprang immerhin der dritte Platz in der Klasse raus.

„Die Oberehe ist einfach eine Kultveranstaltung für sich. Die Wertungsprüfungen waren nicht schlecht. Was mich nur etwas genervt hat waren die enormen Wartezeiten. Aber damit hatte ich bei einer Starterzahl von über 160 schon gerechnet. Man stand mehr in der Gegend herum, als dass man am Steuer saß und das Ganze für knapp 25-30 Minuten Fahrspaß. Klar gönne ich dem MSC eine so hohe Starterzahl. Da träumt jeder Club von, aber man sollte mal darüber nachdenken, ob eine so hohe Starterzahl bei einer B Rallye sinnvoll ist. Die Warterei ist für uns als Team an dem Tag das schlimmste gewesen. Auf Grund der Bremsprobleme (mal packt die Bremse und dann mal wieder nicht) bekam ich einfach keinen richtigen Rhythmus in die Rallye und dann noch dieses dumme Loch in WP3, da war ich froh als die Rallye vorbei war… und über den verlorenen Damensieg ärgerten wir uns dann auch nicht mehr wirklich. Am Ende konnten wir uns zusammen mit Carsten Meurer und Christian Laun über deren mittlerweile dritten Klassensieg in diesem Jahr freuen. Ich hatte mir irgendwie zwar dieses Jahr mehr erhofft, aber ich habe die Saison bereits abgeschrieben und sehe das Ganze nun als Test- und Einstellfahrten… besonders die Einrich-Rallye werde ich mal als reine „Schotter-Testfahrt“ nutzen und testen wie das Auto so reagiert wenn man es auf Schotter an die Grenze führt. Also Leute nicht wundern wenn wir uns das ein oder andere Mal um die eigene Achse drehen sollten.“ so Sandra nach der Rallye.

Ergebnisse Klasse Y31:
Platz 1: Carsten Meurer / Christian Laun (Audi 50)
Platz 2: Malte Rückert / Frederic Liesenhoff (Alfa Gulia)
Platz 3: Sandra Peters / Natascha Schmitz (Opel Kadett D)

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